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Viel ist in den vergangenen Wochen und Monaten darüber spekuliert worden, nun ist es so gut wie amtlich: Auf dem rund 70 Hektar großen Gelände hinterm Ortsausgang von Binz in Richtung Serams soll ein 18-Loch-Golfplatz entstehen. Betreiber ist die „Golf- und Yachtzentrum Binz GmbH“, deren Hauptgesellschafter – die „Ginkgo Projektentwicklung“ – bereits die Kunsthofpassage in Dresden verwirklicht hat.
Mehr Klasse als Masse. So lautet die Philosophie der beiden Geschäftsführer Tankred Lenz und Christian Leuschner. Deshalb soll sich ihr Golfplatz in der optischen Gestaltung an der Endmoränenlandschaft der Insel Rügen orientieren. Für die Bepflanzung haben die beiden Investoren einheimische Hölzer wie Sanddorn vorgesehen, Findlinge und Teiche sollen das Erscheinungsbild des „Golfzentrum Granitzhof“ vervollständigen.
Golf gehört zu den größten Wachstumssportarten in Deutschland. So ist es nicht verwunderlich, dass auf der Insel Rügen neben den bereits bestehenden – dem 9-Loch-Platz in Sassnitz und dem 18-Loch-Platz in Karnitz – noch drei weitere Golfplätze in Planung sind. Christian Leuschner begreift diese aber nicht als Konkurrenz, sondern ist im Gegenteil froh über diese Entwicklung. „Die Golfspieler kommen erst nach Rügen, wenn es mehrere Plätze gibt, denn sie spielen nicht eine Woche lang nur auf einem Platz.“
Der gebürtige Leipziger sieht den Binzer Standort perspektivisch als Türöffner, denn in Binz sind nun mal die meisten Urlauber. Deshalb soll das „Golfzentrum Granitzhof“ auch eher touristisch angelegt sein, sprich: Jeder, der die Platzreife hat, darf hier spielen. Außerdem wird es um die 18 Spielbahnen herum große Übungsflächen geben, auf denen sich Anfänger mit dem Golfspiel vertraut machen können. Damit hoffen die Betreiber, auch Jugendliche für das Golfen begeistern zu können. Und so ganz nebenbei entstehen noch um die 15 Ganzjahresarbeitsplätze. So ein Golfplatz bedarf schließlich einer guten und vor allem regelmäßigen Pflege.
Derzeit liegt der Bebauungsplan für das „Golfzentrum Granitzhof“ noch in der Gemeinde Binz zur Einsichtnahme aus. Hier haben ihn sich auch schon viele Urlauber angeschaut, was zeigt, wie groß das Interesse an dem Projekt ist! Wenn alles nach Plan läuft, wird im April die offizielle Genehmigung zum Bau des Golfplatzes erteilt und dann könnte es zur Saison 2011 schon losgehen mit dem Pitchen und Putten.
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